Moià · Moianès · urkundlich seit 939

La Coma de Sant Jaume

Ein tausendjähriges Bauernhaus und die Einsiedelei, die als erste Pfarrkirche von Moià gilt. Elf Jahrhunderte ländlicher Geschichte im Herzen des Moianès in Katalonien, die wir bewahren und erzählen wollen.

939erste urkundliche Erwähnung
10. Jh.erste Nennungen des Hofs
44geschützte Platanen am Weg
BCILEinsiedelei geschützt seit 1985

Chronologie

Elf Jahrhunderte dokumentierter Geschichte

Die ersten Erwähnungen des Hofs stammen aus dem 10. Jahrhundert und sind mit der Kapelle Sant Jaume verbunden. Als Bischof Jordi von Vic im Jahr 939 die Pfarrkirche von Moià weihte — im Beisein von Graf Sunyer von Barcelona —, bestand die Kapelle von la Coma bereits: Deshalb gilt sie der Überlieferung nach als erste Pfarrkirche von Moià.

10. Jh.

Erste urkundliche Erwähnungen des Hofs la Coma, verbunden mit der Kapelle Sant Jaume.

939

Weihe der Pfarrkirche von Moià durch Bischof Jordi von Vic mit Graf Sunyer. Die Urkunde belegt, dass die Kapelle Sant Jaume bereits bestand.

1620

In einen Türsturz der Westfassade gemeißeltes Datum: Der heutige Kern des Bauernhauses entsteht.

1683

„Francesch Coma, 1683“: Inschrift in der Nische über dem Portal der Einsiedelei, Zeugnis der barocken Erneuerung.

1812

Zweiter datierter Türsturz an der Westfassade: eine neue Bauphase des Hauses.

1914

La Coma erhält Strom — noch vor dem Ort Moià selbst.

1950

Erweiterung des Bauernhauses.

1970

Restaurierung; die Westgalerie wird gebaut, um Schäden durch Steinschlag zu verhindern.

Das Bauernhaus

Ein ummauerter Wehrhof am Fuß des Serrat del Vent

La Coma de Sant Jaume ist eine ummauerte Masia, errichtet um einen Kern aus dem 17. Jahrhundert, mit einem dreigeschossigen Rechteckturm samt Dachboden und Bogengalerien mit Korb- und Rundbögen.

Die Mauern bestehen aus Stein und Lehm; um den Kern wuchsen über Generationen die Gebäude des bäuerlichen Lebens: Ställe, Speicher, Scheunen. An der Westfassade bewahren zwei Türstürze die Jahreszahlen 1620 und 1812.

Erhalten ist ein originales Regenwasser-Sammelsystem aus Keramikrohren sowie ein funktionierender Brunnen mit originaler Struktur — jahrhundertealte ländliche Wasserbaukunst, die noch heute vom Leben auf diesem Land erzählt.

Die ganze Geschichte des Bauernhauses →
Das Bauernhaus la Coma de Sant Jaume mit Mauer und Bogengalerien

Foto: „moianes“ · Wiki Loves Monuments 2012 · CC BY-SA 2.0

Die Einsiedelei Sant Jaume de la Coma mit ihrer Zypresse

Foto: „moianes“ · Wiki Loves Monuments 2012 · CC BY-SA 2.0

Die Einsiedelei

Sant Jaume de la Coma, die erste Pfarrkirche von Moià

Hundert Meter vom Haus entfernt, behütet von einer jahrhundertealten Zypresse, steht die Einsiedelei Sant Jaume de la Coma: eine einschiffige Kapelle ohne Apsis aus Stein und Mauerwerk, mit Satteldach und Traufe aus Steinblöcken.

Die barocke Westfassade zeigt ein Portal, flankiert von zwei Halbpilastern mit rechteckigen Kapitellen, gekrönt von einem gesprengten Giebel mit ionischen Voluten, einem runden Okulus mit Eisengitter und einem Glockengiebel. In der Nische — die einst das Bild des Heiligen barg — steht die Inschrift „Francesch Coma, 1683“.

Frühmittelalterlichen Ursprungs (10. Jahrhundert), ist der heutige Bau das Ergebnis der Erneuerung des 16.–17. Jahrhunderts. Das Innere mit Gewölbe, Holzaltar und umlaufenden Bänken ist gut erhalten.

Die ganze Geschichte der Einsiedelei →

Der Weg

Vierundvierzig Platanen bilden die Einfahrt

Der Feldweg zu la Coma wird von 44 stattlichen Platanen (Platanus hybrida) mit breiten Kronen gesäumt, die meisten 10–12 Meter hoch mit rund anderthalb Metern Stammumfang. Das Ensemble ist durch die Baumschutzverordnung von Moià (2011) geschützt und bildet eine der bemerkenswertesten Baumalleen des Moianès.

Schutz

Ein inventarisiertes und geschütztes Ensemble

Das Bauernhaus

Eingetragen im Architekturerbe-Inventar Kataloniens. Volksarchitektur, 17.–20. Jahrhundert.

IPAC Nr. 16765

Die Einsiedelei

Lokales Kulturgut seit 1985. Eingetragen im Architekturerbe-Inventar und im ARCAT-Kirchenverzeichnis.

BCIL 821-I · IPA 98 · ARCAT MMO-1809

Die Platanen

Die 44 Platanen des Wegs sind in den Kulturerbe-Karten der Provinzverwaltung Barcelona verzeichnet und durch Gemeindeverordnung geschützt.

DIBA-Eintrag 08138-327 · Verordnung 32/2011

Mithelfen

Helfen Sie, elf Jahrhunderte Kulturerbe zu bewahren

Ein tausendjähriges Bauernhaus und seine Einsiedelei lebendig zu halten ist eine ständige Aufgabe: Dächer, Steinmauern, das Holzwerk der Einsiedelei, die Platanenallee. Jede Spende fließt vollständig in die Erhaltung und die historische Erforschung des Ensembles.

Förderung und Kooperationen

Unternehmen, Institutionen und Forschende: Schreiben Sie uns, um bei Restaurierungs- oder Forschungsprojekten mitzuwirken.

lacomadesantjaume@gmail.com

Verwendung der Mittel: Restaurierung und Unterhalt der Einsiedelei Sant Jaume · Erhaltung von Dächern und Mauern · Pflege der Allee der 44 Platanen · Quellenforschung und historische Vermittlung. Wir verpflichten uns, jährlich eine Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten zu veröffentlichen.

Sorgfalt

Dokumentarische Quellen

Alle Informationen dieser Website stammen aus öffentlichen, überprüfbaren Kulturerbe-Quellen:

  1. La Coma de Sant Jaume — Viquipèdia / Architekturerbe-Inventar Kataloniens
  2. Kulturerbe-Karten — Provinzverwaltung Barcelona (Einträge des Ensembles)
  3. Catalunya Medieval — Einsiedelei Sant Jaume de la Coma
  4. Pobles de Catalunya — Sant Jaume de la Coma

Fotografien: „moianes“ (Flickr), Wiki Loves Monuments 2012, Lizenz CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.